Schuldig, entlastet oder Mitläufer? Die Entnazifizierung am Beispiel Haslachs
Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein HaslachNach dem Ende des Zweiten Weltkrieges machten es sich die alliierten Besatzungsmächte zur Aufgabe, die deutsche Bevölkerung zu entnazifizieren.
In der französischen Zone, in die auch der mittelbadische Raum fiel, wurden hierfür Fragebögen verwendet und Spruchkammerverfahren geführt. Diese Fragebögen werden heute zu großen Teilen im Landesarchiv Baden-Württemberg sicher verwahrt. Über 15.000 Akten zu mehr als 7000 Personen – meistens solchen, die als Nationalsozialisten in Baden verurteilt wurden – wurden jedoch nach Abschluss der Verfahren zunächst in Colmar und seit 2010 in La Courneuve bei Paris archiviert. Für die deutschsprachige Forschung waren sie nur schwer zugänglich.
Im Rahmen eines internationalen Digitalisierungsprojekts des französischen Außenministeriums und des Landesarchivs Baden-Württembergs konnten diese in Frankreich lagernden Bestände vollumfänglich digitalisiert und erschlossen werden und stehen jetzt auf der Website des Landesarchivs unter der Bestandssignatur D180/18 zur Verfügung.
Alexander Gerhardt, M.A., wird als ehemaliger Mitarbeiter des Digitalisierungsprojekts Einblick in die Prozesse und Schwierigkeiten dieser länderübergreifenden Arbeit geben.
Stadtarchivar Leon Pfaff, M.A., zeigt anhand der neuerschlossenen Bestände beispielhaft neue Forschungsfelder und -möglichkeiten zur Haslacher Stadtgeschichte und ihren Menschen auf.
| 1 Abend, 23.11.2026 Montag, 19:00 - 20:00 Uhr | |||
1 Termin(e)
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Leon Pfaff Alexander Gerhardt | |||
| 1.0109 HS | |||
| gebührenfrei |

